1 Lesen, Teil 2

Lesen Sie zuerst den Text und lösen Sie dann die Aufgaben 6-10.

 

Mehr Geld für Gesundheit und Vorsorge

Österreicher geben nächstes Jahr mehr für Sport und gesündere Lebensmittel aus

Auch Bildung erhält mehr Gewicht in der persönlichen Finanzplanung

Alle Jahre wieder im Dezember führt eine große österreichische Versicherung eine Umfrage zum Thema Vermögen durch. Jeweils 1000 Personen über 14 Jahre werden dazu befragt, wie viel Geld sie zur Verfügung haben, wie sie es im abgelaufenen Jahr ausgegeben haben und welche Ausgaben sie für das kommende Jahr planen.

Gut 20% der Befragten geben heuer an, über mehr Geld als noch vor einem Jahr verfügen zu können. Im Vorjahr waren es nur knapp 15 %, die einen Anstieg der finanziellen Mittel im Vergleich zum Vorjahr angaben. Anderseits klagen fast 30 % aller Interviewten über geringere Geldmittel in diesem Jahr.

 

Sport erhält mehr Stellenwert

Wohin fließt nun das Geld? Bis zur Umfrage vor genau einem Jahr waren Urlaub und Wohnen jahrelang die Bereiche, in welche die Österreicher das meiste Geld investieren wollten. Jetzt scheint sich eine „sportlich-bewegte Wende“ abzuzeichnen. Urlaub und Wohnen stehen nur mehr an 2. und 3. Stelle: Knapp ein Viertel aller Befragten will im nächsten Jahr mehr Geld ausgeben für Sportbekleidung, Sportgeräte oder den Besuch von Fitnessstudios und Sportkursen. Über 80% der Österreicher geben an, regelmäßig Sport zu treiben. Die beliebtesten vier Sportarten in Österreich sind Schwimmen, Radfahren und Wandern sowie im Winter natürlich der Skisport.

Dass unsere Gesellschaft eine sogenannte „Freizeitgesellschaft“ ist, zeigt sich auch an Platz 4 der Umfrage: Hier stehen Freizeitaktivitäten und Hobbys außer Sport, in die ebenfalls mehr Geld investiert werden wird.

Einen höheren Stellenwert bekommt aber auch die Weiterbildung. 17 Prozent wollen darin zukünftig mehr Geld investieren; bei den Jüngeren ist es sogar ein Drittel der Umfrageteilnehmer.

 

Einsparungen an anderer Stelle nötig

Gespart werden muss dafür natürlich an anderer Stelle. Die einen werden den Sparstift beim Urlaub ansetzen, die anderen wollen beim Autofahren und der allgemeinen Mobilität sparen.

Auch Geld sparen im eigentlichen Sinne in Form klassischer Sparbücher oder Sparverträge wird wieder wichtiger. Letztere stehen wie Lebensversicherungen und private Pensionsvorsorge auf der Liste der geplanten Mehrausgaben.

 

Immer wichtiger: Bioprodukte

Mehr Geld wollen viele Österreicher im nächsten Jahr auch für ihre Lebensmittel ausgeben. Immer wichtiger werden dabei teurere, aber umweltfreundlich produzierte Nahrungsmittel. Der Bioanteil am Einkauf von Frischeprodukten im Einzelhandel liegt mittlerweile bei 6,5 %. Gekauft werden die teureren Bioprodukte vor allem von Menschen mit höherer Bildung. Maturanten und Personen mit Universitätsstudium sind mit rund 40 % Umsatzanteil für den Großteil der Bioeinkäufe verantwortlich. Je höher die soziale Schicht, desto mehr wird beim Einkauf auf Bio geachtet. Nach Lebensphasen betrachtet, spielt Bionahrung in Familien eine deutlich größere Rolle als in Single-Haushalten. Am wenigsten an Bio interessiert sind sowohl jüngere als auch ältere Singles. Das stärkste Argument für den Kauf von Bioprodukten ist übrigens die Gesundheit des Käufers. Erst an 2. Stelle wird auch an Umweltschutz und Tierschutz gedacht.

Österreicher sind optimistisch

Bleibt die Frage, wie die Österreicher generell in die Zukunft blicken. Immerhin hatten ja bereits im vergangenen Jahr etwa 30% der Befragten subjektiv weniger Geld zur Verfügung als im Jahr zuvor. Auch da gibt die aktuelle Umfrage klare Antworten: Je jünger und je höher der Verdienst der Befragten, desto optimistischer blicken sie in die Zukunft. Männer bewerten das kommende Jahr sogar noch positiver als Frauen und erwarten eine Besserung ihrer persönlichen wirtschaftlichen Lage. Nur die über 60-Jährigen sehen das anders. Bei ihnen erwarten wenige Umfrageteilnehmer eine Verbesserung der persönlichen und der nationalen Lage. Die meisten rechnen mit einem Stillstand der Wirtschaftsentwicklung und Verlusten beim persönlichen Einkommen. Einig sind sich die Österreicher bei diesen Ergebnissen mit ihren deutschen Nachbarn. Auch dort haben die Senioren eher eine pessimistische Zukunftserwartung; die Jüngeren und vor allem die Männer glauben mittelfristig an eine Verbesserung.

Aus einer österreichischen Tageszeitung (zu Prüfungszwecken bearbeitet)

Frage 6


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6. Der Hauptgrund für den Kauf teurer Bioprodukte ist

Frage 7


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7. Ältere Menschen in Österreich rechnen im nächsten Jahr

Frage 8


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8. Weniger Ausgaben planen viele der Befragten bei

Frage 9


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9. Schwimmen, Radsport, Wandern und Ski fahren sind

Frage 10


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10. Bioprodukte werden gerne gekauft von